Der Traum amerikanischer Verhältnisse! Wie gern hätte so mancher Bildungspolitiker eine deutsche Universität, die um die Spitzenplätze im Wettbewerb internationaler Forschung kämpft und gewinnt. Doch was steckt hinter dieser »Elite« und was bedeutet »Wettbewerb« eigentlich? Und warum spricht die SPD von »Exzellenz« statt von Elite? Einige Artikel klären auf.
Auch solche Themen wie Hartz IV, Mindestlohn und Rentenpolitik sind für Studierende von Belang, da um sie oft ähnliche Auseinandersetzungen geführt werden wie um Studiengebühren und Eliteuniversitäten und nur wenn sich alle gemeinsam engagieren, kann der Kampf für eine gerechtere und demokratischere Gesellschaft irgendwann von Erfolg gekrönt sein.
Dieses Thema setzt sich mit dem Demokratie- und Grundrechteabbau in Gesellschaft und Hochschule auseinander. Mitbestimmungsmöglichkeiten werden immer weiter abgebaut. Gleichzeitig müssen sich Studierendenschaften vor Zensur und Repression wehren. Deshalb ist die Forderung nach einem allgemeinpolitischen Mandat eine Zentrale. In den Fokus rücken auch Überwachung und Kontrolle von Studierenden und BürgerInnen im allgemeinen.
Der Trennung von hochschulpolitischem und politischem Mandat liegt entweder die politisch bzw. juristisch artikulierte Illusion zugrunde, Hochschule/Wissenschaft und Gesellschaft/Politik seien in verschiedenen Schubladen unterzubringen oder die politisch interessierte und juristisch verbrämte Irreführung, diese Trennung sei möglich. Dazu, daß beides zutrifft, könnte man Adornos Hypothese anführen: ,,Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben."
Die Auseinandersetzung um die Verfassten Studierendenschaften und ihr Politisches Mandat ist inzwischen über 30 Jahre alt. In Bayern und Baden-Württemberg hat diese Auseinandersetzung in den 70er Jahren zur Abschaffung der selbstverwalteten Studierendenvertretungen geführt; eine institutionell abgesicherte Interessenvertretung wird den Studierenden in diesen Bundesländern so bis zum heutigen Tage verwehrt. In allen anderen Bundesländern müssen immer neue Generationen von Studierenden darum kämpfen, dass ihre Vertretungen sich ohne Zensur und strafrechtliche Konsequenzen zu gesellschaftlichen Problemen äußern dürfen.
Studiengebühren ab dem ersten Semester sind in einigen Bundesländern bereits eingeführt. In Hessen allerdings wurden sie auch wieder abgeschafft. Die Gründe dafür und Argumente sowie Informationen zur heftig geführten Debatte finden sich in diesem Themenbereich.
Im Internationalen Vergleich soll beleuchtet werden, wie sich Studiengebühren in anderen Ländern ausgewirkt haben und welche anderen Modelle der Hochschulfinanzierung es gibt. Beispiele u.a. aus den USA und Skandinavien zeigen bemerkenswerte Unterschiede auf.
In immer mehr Bundesländern werden Studiengebühren eingeführt. Es gebe keine Alternative zur Finanzierung der Hochschulen und sie seien sozialverträglich so die PolitikerInnen. Doch was spricht eigentlich dagegen? Und wer hat eigentlich Interesse an der der Einführung von Studiengebühren? Und was ist mit dem Mythos von der Krankenschwester und dem Sohn des Oberarztes?!
Soziale Selektion findet in Deutschland in weiten Bereichen der Gesellschaft bereits massiv statt und auch das Hochschulsystem ist auf dem Weg die soziale Selektion zu verschärfen. Ursachen und Konsequenzen sowie ein internationaler Vergleich sind die Themen dieses Bereiches.