Pressemitteilung / 22. April 2010 - 22:00 Uhr

Inzest der Elite

Durchschnittsstudent

Die heute in Berlin vorgestellte 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt, dass an Hochschulen der AkademikerInnennachwuchs weitgehend unter sich ist. Von 100 AkademikerInnen-Kindern studieren 71, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition studieren nur 24.

„Auch wenn dies einen leichten Rückang an AkademikerInnenkindern bedeutet, dass deutsche Hochschulsystem ist weiterhin höchst sozial selektiv“, sagt Sarah Mond, Sozialreferentin des AStA der Universität zu Köln. „Auch die Einführung des Bachelor / Mastersystems hat es nicht geschafft junge Menschen aus sozial schwachen Familien an die Hochschulen zu bringen“, so Mond weiter.

Die Studie zeigt auch, dass Studierende niedriger sozialer Herkunft verstärkt jobben müssen um anfallende Studiengebühren aufbringen zu können. In hohen Herkunftsgruppen hingegen zahlen meist die Eltern. „Schafft es ein ArbeiterInnenkind an die Hochschule, steht es direkt vor der nächtsen sozialen Hürde“, so Jan S. Weber, Bildungspolitikreferent des AStA der Universität zu Köln. „Daher bekräftigen wir unsere Forderung nach einem massiven Ausbau des BAföG“, sagt Weber abschließend.

Die vollständigen Daten der Sozialerhebung finden Sie unter www.sozialerhebung.de.

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Wir wollen uns völlig klar darüber sein, dass der Nationalismus ein Laster ist. Wir meinen mit ‚Nationalismus‘, jede übergebührliche Betonung der Nationalität… Der Nationalismus ist ein Laster, weil er sein Augenmerk auf vergleichsweise belanglose Dinge lenkt… und dabei das Wesentliche übersieht, das einfach darin besteht, dass er (jeder Mensch) ein Mensch ist. (…) Was macht es schon aus, dass ich Englisch spreche und jemand anders Deutsch, dass meine Haut weiß ist und die eines Negers schwarz ist, dass ich Jude bin und mein Nachbar anderen Glaubens… Lasst uns denn im Namen der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes diese Unterschiede vergessen, damit wir uns unseres gemeinsamen Menschseins erinnern.
(Victor Gollancz)