News / 10. February 2009 - 15:52 Uhr

UP: L'uni, c'est moi!

Studiengebühren

In vielen Teilen der Universität des Saarlandes konnte man heute Flugblätter entdecken, die überschrieben waren mit “L'uni, c'est moi!” Neben dem Spruch war das Konterfei des Universitätspräsidenten der Universität des Saarlandes abgebildet. 
Die gelben Blätter waren eine Information der Fachschaften über die geplante Aufstockung des Gebäudes C 5.2 an der Universität des Saarlandes. Der Universitätspräsident zeige sich neuerdings von seiner souverän-absolutistischen Seite.

*Was war geschehen?
  • Am Abend zuvor fand eine ordentliche Konferenz der Fachschaften statt. Zu dieser war Universitätspräsident Linneweber eingeladen worden, um mit ihm über die Baumaßnahme zur Aufstockung des Gebäudes C 5.2 zu diskutieren. Nach eigener Aussage kam er allerdings nicht, um über das Ob des Projekts zu diskutieren, sondern lediglich, um die Maßnahme zu bewerben.

Die Fachschaften stärkten hierbei erneut dem AStA den Rücken. Sie wollten die Aufstockung des Gebäudes nicht aus Studiengebühren . Grundsätzlich stehe man einems solchen Projekt positiv gegenüber, allerdings dürfe es nicht sein, dass die Studiengebühren der nächsten 30 Semester und in dieser Höhe für diese Baumaßnahme verplant würden. Außerdem seien die studentischen Lern- und Arbeitsräume, die in das Geschoss sollen, grundsätzliche Aufgabe der Universität; zuvor seien den Studierenden bspw. durch Umwidmung von Räumen für Forschung oder Verwaltung oder Verwendung für die Graduiertenschule oder für Bibliotheken Räume weggenommen worden, die früher von den Studierenden zum Lernen und Arbeiten genutzt werden konnten.
Linneweber betonte, dass die Wände für die Räume nicht aus anderen Mitteln als aus Studiengebühren geschaffen werden könnten, der Kredit, mit dem die Räume finanziert würden, könne nur aus Drittmitteln bedient werden. Das Projekt sei ihm eine Herzensangelegenheit.


Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht - aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.
(Joseph Pulitzer)