News / 23. October 2011 - 22:00 Uhr

LAK Niedersachsen startet Kampagne gegen Studiengebühren

, als Erste Vizepräsidentin durchgesetzt werden sollten. Die Publikwerdung der Kungelei sowie der scheintransparente “rein sachliche”Zum Beginn des Wintersemesters startet die LandesAstenKonferenz Niedersachsen eine Kampagne gegen Studiengebühren. Ab dem 24.10.2011 werden von den Studierendenvertretungen an vielen niedersächsischen Hochschulen Unterschriften gegen Studiengebühren gesammelt.

Selektionsprozess der Sichtungskommission führten –

nach übereinstimmenden Berichten – zu erregten Diskussionen, in deren Verlauf von einem “abgekarterten Spiel” gesprochen und die Sichtungskommission als “Farce” bezeichnet wurde. Am Ende wurden schließlich zwei weitere Namen der Liste hinzugefügt: Raúl Rojas, Professor für Informatik an der FU Berlin, sowie Christiane Lemke, Professorin für Politische Wissenschaft an der Universität Hannover. Ihnen werden Außenseiterchancen eingeräumt.

Studiengebühren wirken sozial selektiv und gehören wie alle anderen Bildungsgebühren auch abgeschafft. Nachgelagerte Studienbeiträge und Gebühren sind aus unserer Sicht keine Lösung und gehören genauso wie Verwaltungskostenbeiträge aus den Gesetzestexten gestrichen. Laut einer von Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Auftrag gegebenen Studie, hatten allein vom Abitur-Jahrgang 2006 bis zu 18.000 junge Menschen wegen der neuen Gebühren kein Studium aufgenommen, obwohl zu diesem Zeitpunkt erst Niedersachsen und Nordrhein Westfalen diese Gebühren verlangten (HIS 2009 – Studiengebühren aus Sicht von Studienberechtigten).

„Wir werden Tausende Flyer mit der Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren sowie aller anderen Bildungsgebühren unter die Studierenden bringen. Jede Studentin und jeder Student wird aufgefordert sein, je einen Flyer zu unterschreiben. Ende November/Anfang Dezember werden wir diese dann der Landesregierung überreichen, um deutlich zu machen, wie wenig Studiengebühren unter den Studierenden akzeptiert sind“, sagt Amina Yousaf, AStA der Universität Göttingen.

„In vielen niedersächsischen Hochschulen wird das Thema Studiengebühren in diesem Semester außerdem Thema bei Vollversammlungen der Studierendenschaft sein. Wir gehen davon aus, dass diese ein eindeutiges Votum gegen die Gebühren abgeben werden“, sagt Jan Philipp Schrader vom AStA der HBK.

Ronny Matthes, Schwulenreferent des AStA FU, mahnt ein Umdenken an: "Studentische Interessen und eine gute Bildung waren bisher nicht einmal Thema in den Auseinandersetzungen um die Präsidentschaft. Peter-André Alt wird wohl zukünftiger Präsident als Rechenergebnis politischer Mehrheitsverhältnisse, nicht aufgrund inhaltlich überzeugender Visionen. Die Spannungen zwischen Präsidium und der Studierendenschaft, die sich in monatelangen Streiks und Besetzungen entluden, werden mit einem gleichgültigen “Weiter so!” behandelt. Unter diesem Präsidenten wird es nicht die demokratische Erneuerung geben, welche die Universität dringend benötigt. Unter Peter-André Alt wird es keinen verbesserten Dialog zwischen Universitätsleitung und Studierendenschaft geben. Unter Peter-André Alt wird der neoliberale und studierenden- wie wissenschaftsfeindliche Kurs zugunsten einer größtmöglichen Wirtschaftsnähe fortgeführt."

„Wir sind die letzten! Nur in Niedersachsen und Bayern halten die Landesregierungen hartnäckig an den allgemeinen Studiengebühren fest. In allen anderen Bundesländern wurden sie mittlerweile wieder abgeschafft oder ihre Abschaffung beschlossen. Dort ist man offensichtlich schon einen Schritt weiter auf dem Weg zur Erkenntnis, dass Bildungsgebühren sozial selektiv wirken und die Chancenungleichheit im Bildungssystem verschärfen“, schließt Dominik Bennett, AStA-Vorstand der TU Braunschweig.

Man wechselt Diebe, wie man Minister wechselt.
(Christina von Schweden)