News / 12. February 2009 - 02:05 Uhr

Europaweite Mobilisierung gegen Naziaufmarsch in Dresden

Demokratie und Grundrechte

Auch viele Studierende beteiligt / Aktiv werden ist staatsbürgerliche Verantwortung Am 14. Februar wollen wieder mehrere tausend Nazis aus ganz Europa in Dresden aufmarschieren, um vorgeblich den Toten der Bombardierung Dresdens in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zu gedenken. Dabei nutzen sie diese größte Veranstaltung ihrer Art in ganz Europa als Plattform für Geschichtsrevisionismus, Vernetzung und die Verbreitung ihrer menschenverachtenden und antidemokratischen Ideologie. Europaweit mobilisieren deshalb breite Bündnisse, damit möglichst viele Menschen sich an den Gegendemonstrationen beteiligen und den Naziaufmarsch friedlich und entschlossen stoppen. Neben Studierenden aus Sachsen werden sich auch viele Studierende aus ganz Deutschland an den Gegendemonstrationen beteiligen. Dazu erklärt Thomas Dudzak, Sprecher des StudentInnenRates der Universität Leipzig: “Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass sich so viele Studierende in den Vorbereitungskreisen betätigen und am 14. Februar in Dresden Präsenz zeigen wollen.” Gerade in Zeiten, in denen Sachsen im öffentlichen Bild häufiger als brauner Sumpf denn als weltoffenes Land reflektiert würde, dürfe eine Nazi-Kundgebung in dieser Größe nicht unwidersprochen bleiben. “Hochschulen sind Orte der Weltoffenheit und Toleranz. Ein multikulturelles, internationales Miteinander wird hier täglich gelebt.”, so Dudzak weiter. Schon allein deshalb sei es unerträglich, wenn Menschen auf Grund ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder Einstellung tagtäglich von nazistischer Gewalt bedroht würden. “Aktiv zu werden, sich zu engagieren, Gesicht zu zeigen gegen Rassismus, Antisemitismus, Chauvinismus und Demokratiefeindlichkeit ist dabei nicht nur für Studierende eine staatsbürgerliche Verantwortung.”, resümiert Dudzak.

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