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Zur Geschichte des politischen Mandats

Politisches Mandat

Die Verfaßte Studierendenschaft war in ihrer wechselhaften Geschichte schon immer eine politische Institution. Umstritten wurde dies erst Ende der fünfziger Jahre, als die Studierenden eine zunehmend kritische Haltung zur herrschenden Politik einnahmen. Diese Entwicklung läßt sich anhand der Geschichte der Studierendenschaft der Freien Universität Berlin exemplarisch nachzeichnen.

Die faschistischen Wurzeln der Studierendenschaften

In der Weimarer Zeit werden von Verbindungsvertretern erstmals Verfaßte Studierendenschaften gebildet. Sie schließen sich bald zur “Deutschen Studentenschaft” zusammen. Aufgenommen werden nur rein arische Studentenschaften aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei.

Die Preußische Staatsregierung erläßt 1927 eine “Verordnung über die Bildung von Studentenschaften”, in der die Gleichbehandlung von Juden und Nichtjuden vorgeschrieben wird. Die Studenten von 26 der 27 preußischen Hochschulen lehnen unter diesen Bedingungen die Bildung einer Studierendenschaft ab.

Das was geschieht, geschieht nicht, weil einige es wollen das es geschieht, sondern weil die Mehrzahl der Menschen ihren Willen ausschaltet und es geschehen lässt.
(Gramsci)



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